Intantu

Intantu1- U casticu (übersetzt)
Der Regisseur Jean-Yves Lazennec war es, der die Gruppe A Filetta zur Komposition und Interpretation der Chorgesänge von Senecas Tragödie “Medea” veranlasst hat. Ghjuvan-Claudiu Acquaviva übersetzte die lateinischen Texte ins Korsische. Diese beiden Auszüge der Chöre II und III (“L’arditezza” – Die Kühnheit und “U Casticu” – das Unheil) führen das Heldenepos der Argonauten vor Augen, dieser stolzen Seeleute, die glaubten, das Seereich ungestraft erobern zu können und dadurch gleichzeitig “das Anderswo” aufzuheben.
text: Seneca bewerkt: Jean-Claude Acquaviva
Musik: Jean-Claude Acquaviva

2- Paghjella (übersetzt)
traditioneel

3- L’arditezza (übersetzt)
Der Regisseur Jean-Yves Lazennec war es, der die Gruppe A Filetta zur Komposition und Interpretation der Chorgesänge von Senecas Tragödie “Medea” veranlasst hat. Ghjuvan-Claudiu Acquaviva übersetzte die lateinischen Texte ins Korsische. Diese beiden Auszüge der Chöre II und III (“L’arditezza” – Die Kühnheit und “U Casticu” – das Unheil) führen das Heldenepos der Argonauten vor Augen, dieser stolzen Seeleute, die glaubten, das Seereich ungestraft erobern zu können und dadurch gleichzeitig “das Anderswo” aufzuheben.
text: Seneca bewerkt: Jean-Claude Acquaviva
musik: Jean-Claude Acquaviva

4- Makharia
kein Text vorhanden

5- A Paghjella di l’Impiccati (übersetzt)
Jedes Volk hat seine Erinnerungen, auch auf Korsika. Die Tragödie, die hier besungen wird, hat sich 1774 im Niolu-Gebiet zugetragen.
Die Truppen des französischen Königs nahmen unsere Landsleute fest und folterten sie, unter anderem einen Jungen von 15 Jahren. Diese Greueltat unserer Geschichte hat bis heute niemand vergessen, auch wenn zwei Jahrhunderte seither vergangen sind.
text: Ghjuvan-Teramu Rocchi
musik: Jean-Claude Acquaviva

6- A Canzona di a malata
Es handelt sich hierbei um einen mündlich überlieferten Text, der im Marzulinu-Tal im Gebiet von Falasorma gefunden und nach Gehör aufgeschrieben wurde.
Das Thema des Liedes beruht auf einer wahren Begebenheit:
Ein schönes junges Mädchen ist blind und verbringt seine Tage eingesperrt in seinem Zimmer. Der Dichter besucht die Kranke und bringt in neun Strophen mit ergreifenden Worten seinen Kummer zum Ausdruck, der ihn angesichts dieses Leidens in so jungen Jahren befällt und der seine Gedanken nicht mehr loslässt…
text: Ghjuvan Pasquinu Acquaviva

7- Cose Viste (übersetzt)
Satirischer Text des Poeten Anton’Francescu Filippini, der mit einem wohlwollenden, aber leicht spöttischen Unterton die Entwicklung der Sitten und Gebräuche in der korsischen Nachkriegsgesellschaft betrachtet.
musik: Jean-Claude Acquaviva

8- U Sipolcru (übersetzt)
text en musik: Jean-Claude Acquaviva

9- Trà debbii maiò (übersetzt)
text: Marcellu Acquaviva musik: Bruno Coulais

10- E Loche (übersetzt)
text: Marcellu Acquaviva musik: Bruno Coulais

11- Kyrie

12- L’anniversariu di Minetta (übersetzt)
text en musik: Tavagna

“In Erinnerung an dich,
an den Sonnenstrahl in meinem Herzen.
Ich möchte möglichst jeden Augenblick ganz intensiv erleben –
ihn leben für dich”

13- Sub Tuum

14- Caracolu di brame (übersetzt)
text: Marcellu Acquaviva musik: Bruno Coulais

15- Sumiglia (übersetzt)
im Gedenken an Ghjuvan’Battista
text: Marcellu Acquaviva musik: Jean-Claude Acquaviva


1 U casticu

U giuvanottu arditu si
Da purtà l’eternu carru
Fora di l’andati paterni
Ebbe è pate a fiara da ellu zingata.
Malasciu à chì trafanca l’assestu.
Ogni marinaru da Argò imbarcatu,
Fece a Malamorte
Offesu, u mare fù à orde vindetta.
Tiffeu fù u prima strintu da Falcina
Orfeu cansatu si in infernu,
I tempu d’una volta,
Ci hè turnatu pè u sempre.
Sbrimbate, e so carne funu sparucciate
Mentre vinia à gallu u so capu
In l’acque di l’Ebru.
Ercule, rosu da u murtale rigalu di a moglia
Si fece dà miccia in capu à Eta
Anceu fù sbattutu da un cigale.
E’tù O Meleagru,
Tù chì fusti à toglie vita à babbituzii
Sarè ammazzatu da Mammata altariata.
Rei tutti, culpiti tutti.
Ma chì fallu po fù à fà smarisce
In l’acque chete d’una surgente
Stu giuvanottu da Ercule persu.
Andate à batte mari,
Ma attenti à e fonte paisane !

E’quellu chì abbramava tatu u pilone d’oru
È da chì tuttu stalvò,
Peliade, fù sbrimbatu è messu à
Bullisginà ind’una paghjolla.
Sazii site O Dii d’avè vindicatu u mare
Ùn tramannate à quellu chì eseguia.

1 Das Unheil

Der’s gewagt zu lenken den Sonnenwagen
Dann des Vaters Weisung vergaß, der Knabe
Mußte im glühenden Brand, den er durch den Himmel
Streute, verderben.
Wenig waget, wer schon betret’nen Straßen
Folgen mag. Wo ohne Gefahr die Väter
Gingen, geh auch du, und zerstör die heilige
Ordnung der Welt nicht.

Rache heischt, ob Unbill ergrimmt, der Meergott.
Tiphys, der die Woge zuerst besiegte,
Mußt’ das Steuer lassen dem rohen Neuling,
Fern vom Mutterland an unheim’scher Küste
Fallend, wo er modert bei dunklen Schatten,
Fremd und namenlos und im schlichten Grabes-
Hügel verscharrt.

Weh! Er liegt auf Thrakiens Feld zerrissen,
Und der Hebrus rollet sein Haupt im Flutstrom.

Den Ancaeus schlug der gewalt’ge Eber;
Und wie sündhaft du, Meleagros, deiner
Mutter Brüder schlugst, so der Rache Opfer,
Fielst durch Mutterhand du. Die alle büßten
Arge Schuld; allein der Knabe, das zarte
Hercules-Kind, der nimmer gefund’ne, welche
Büßte der? Ha! geht denn, durchkreuzt die Flut! Eu’r
Harret nur Unheil.

Er auch, der befahl, ihm des Vlieses gold’ne
Beut’ im ersten Schiffe zu schaffen, er auch,
Pelias, im siedenden Erz verbrühet,
Mußt vergeh’n, im brodelnden Kessel sterben.
Meer! bist genug gerächt; der’s gezwungen tat, dem
Gnade, Ihr Götter!


2 Paghjella

A’manu dritta ci hè guegnu
Di monte Cintu figliolu

Chì ci sparghje u so regnu
Da Calinzana à Niolu

Ci corre pè li so monti
A musa di Pampasgiolu

2 Paghjella

Rechts liegt Capu di Vegnu
Spross des Monte Cintu

Sein Reich streckt sich aus
Von Calinzana bis zum Niolu

Und über seine Höhen zieht
Die Muse von Pampasgiolu

3 L’Arditezza

Soca era una smisurata arditezza
À guidà u prima chì fù à strisge
E perfide onde
Annant’à cusì scaghjula barcella

Lasciatu si di Mamma, a batticcia
Di a so vita fece u spassu di i venti strosi
I mari l’hà battuti à casu
Fidendu si à un legnu mastinu
Trà vita è morte, corciu sulcatu

Di nanzu à ellu
Nisunu cunniscia e sidere
Ùn lighjia omu, in l’affrescu stillatu
E’i vascelli ùn ci la facianu à schisgià
E sbarsante Iade o a Capra d’Olinia
Nemmancu u buiaghju
Quandi u so carru trinca ad’ambarscia
Pè dì Boreu, Pè dì zeffiru
Ùn ci era nancu nome

Arditezza di Tiffeu
À imbuffà e so vele
Annant’à u vastu mare
Da suggerì i venti
Un cuntegnu novu

E so tele, ora e stindia à pienu
Ora burdighjava in li tretti di u miziornu
À briglia sciolta

3 Die Kühnheit

Ein Tollkühner war, Welcher als erster
Mit zerbrechlichem Boot
Fuhr auf das falsche
Meer, schauend im Rücken Heimisches Land;

Wer vertrauen sich mocht’ Unsteten Winden
Und auf spurloser Bahn Furchte die Meere;
Wer hingeben sich wagt’ Schwachem Gefüge
Von Brettern, das Vom Leben zum Tod –
Wie so schmal ist die Wand! – Wahret die Grenze

Keiner kannte, Noch die Gestirne,
Und Sterne, die hell Schmücken den Äther,
Waren noch nutzlos;Noch wußte kein Schiff
Die Hyaden zu meiden, Die Boten des Sturms;
Auch der Ziege Gestirn
Nicht, der Olen’schen,Nicht den Wagen im Nord,
Gefolgt und gelenkt
Langsamen Schritts Vom greisen Bootes.
Auch kannt’ man nicht Für Boreas, noch
Namen für Zephyr’n.

Tiphys wagt’s,
Auf stürmischer See die
Segel zu spannen,
Auch neue Gesetze
Den Winden zu geben.

Lehrt spannen auf Fahrt
Jetzt die Leinen,
Seitenwind dann
Mit dem Spiel der Schot…

5 A Paghjella di l’Impiccati

Sè vo ghjunghjite in Niolu
Ci viderete un cunventu
Di u tempu u tagliolu
Ùn ci n’hà sguassatu pientu
Eranu una sessantina
Chjosi in pettu à u spaventu

Dopu stati straziati
Da i boia o chì macellu
Parechji funu impiccati
Ci n’era unu zitellu
L’anu tuttu sfracillatu
E’di rota è di cultellu

Oghje chì hè oghje in Corsica
Fateci casu una cria
Si pate sempre l’angoscia
Intesu dì Marcu Maria
Era quessu lu so nome
Mancu quindeci anni avia.

5 Paghjella der Gehängten

Wenn ihr in das Gebiet des Niolu kommt
Werdet ihr ein Kloster sehen
Die Tränen, die hier vergossen wurden
Hat die Zeit nicht trocknen können
Es waren damals 60 Menschen
Die dem Grauen ausgeliefert waren

Sie erlitten schreckliche Qualen
Durch die Massaker der Henker
Einige wurden gehängt
Es war auch ein Knabe dabei
Den sie zermalmten
Mit ihren Folterwerkzeugen

Wenn ihr nach Corscia kommt
Und aufmerksam seid, werdet ihr heute noch
Diese fürchterliche Todesangst spüren
Sobald der Name „Marcu Maria“ fällt
Denn so hieß der Knabe
Und nicht einmal 15 Jahre war er alt

7 Cose Viste

Ún sò ancu centenariu
Ma m’é toccu a vede cose
Chi l’idéie piú diritte
Mi si parenu ritrose

Ben ch’eo tenga a stammi solu
E ch’eo schisgi le cumbotte,
Agghiu vistu copre cani
E spugliassi giuvanotte

Agghiu vistu deputati,
agghiu vistu senatori,
Fà vutà li murtulagghji
Senza teme inquisitori.

Agghiu vistu burlamondi
Tende trappule ai turisti
Nigà pane a li rimiti
E fà pranzi a l’anticristi.

7 Ich Habe Dinge Gesehen…

Auch wenn ich noch keine hundert bin
Habe ich Dinge geschehen sehen…
Und das, was ich für richtig hielt
Erschien mir auf einmal recht abgebrüht

Ich ziehe es vor, alleine zu sein
Und Menschenmassen umgehe ich
Doch ich sah Hunde, eingekleidet
Und junge Mädchen, hüllenlos

Ich habe Abgeordnete gesehen
Ich habe Senatoren gesehen
Die Phantome abstimmen ließen
Ohne Angst vor Inquisition

Ich habe Heuchler gesehen
Die Touristen in den Hinterhalt lockten
Dem Bettler verweigerten sie das Brot
Und selber schlemmten sie bei den Heiden

8 U Sipolcru

Hè bellu cà ghjutu à fine
U libru di e scritture
È u mondu s’addurmente
In e pessime friture
Ci ere tù, omu sperava
Dì o Diu dì mi la strada

T’anu allucatu in a tomba
Ch’è tu possi arripusà
Ma un pintone ci impedisce
D’esse vicini à vighjà
Pè pienghje lu to suspiru
Pè chere u to perdunà

Ùn credu chì Pediniella
Sia forte quant’è tè
Tù chì cummandi à lu ghjustu
U puvarellu è u rè
Ma to luce più n’ùn vecu
Sò orfagnu è mi n’avveccu.

8 Das Grab

So endet nun
Das Buch der Schriften
Und die Welt fällt in Schlaf
In der eisigen Kälte
Du warst unsere Hoffnung
Oh mein Gott, zeige mir den Weg

Sie legten dich ins Grab
Damit du Ruhe findest
Doch ein Felsblock war uns im Weg
Um in deiner Nähe zu wachen
Um deinen letzten Atemzug zu beklagen
Um dich um Verzeihung zu bitten

Ich glaube nicht, dass Gevatter Tod
So stark sein wird wie du
Du regierst die Gerechtigkeit
Den Bettler und den König
Doch ich sehe dein Licht nicht mehr
Und spüre, dass ich verwaist bin

9 Trà debbii maiò

Addurbatu và l’omu trà e fulene appese
In li debii maiò di e so alte chimere
L’omu di e baldanze, di ‘infinite attese
Scutumia chì hè à intilà e spere

L’omu di nome toiu l’omu di nome meiu
Viadante chì hè à visticà e prove
Di lu so ghjornu vechju quessu chi ùn fù mai reiu
E’chì sciolse i so sguardi in ‘sse mascare nove.

9 Zwischen den grossen Weltbränden

Blinde Passanten im Aschenregen
Zwischen Weltbränden und Trugbildern
Passanten voll Hochmut, hoffnungslos und hastend
Unter den aggressiven Waffen der Zeit

Der Passant trägt deinen und meinen Namen
Er irrt umher auf unlesbaren Spuren
Tage, die verflogen und sich mutig wähnten
Doch stets in der Maske der Unsicherheit

10 E Loche

Sarre senza più fine, di chjampita billezza
Cù e vostre borghe accolte nate attempu à u mondu
Duv’ellu balla u muvrellu, in’eternu vagabondu
Duv’è và lu me sguardu è duv’è mi ci affondu.

Tresca d’alti sciappali è di zenne appinzate
Fatta à sdresge e niule chì vi danu arrembu
Ad’appacià lu core chì passa cù l’abrucata
E si cerca u licore di u so più dolce lembu.

10 Die Berge dort

Endlos dort der Berge Kette, in ihrer Schönheit, so rein
Gesäumt von Wald und Schluchten, seit man denken kann
Wo das Wildschaf seine Runde macht, jahraus, jahrein
Wo der Blick sich festhält, und die Seele schließt sich ein

Felsmassive ragen auf, mit ihren stolzen Zinnen
Sie durchbohren die Wolken und stützen die Stürme
Ihr Abendrot verströmt den Frieden in die Herzen
Die dürsten nach dem Nektar ihrer schönsten Gestade

12 L’Anniversariu di Minetta

Per tutti l’anni chì sò scorsi
Per le to gioie è le to pene,
Per li fatti è li discorsi
Per lu sangue di le to vene.

Ripigliu :
È … per la to mimoria cara
Chì luce sempre in core à mè
Vogliu gode ogni stonda permessa
Vogliu gòde la per tè.

Per li to ochji à la funtana
U t’ amore immensità,
A cara santa nostra mamma
Per l’oghje è per l’eternità.

Ripigliu

Tù sì la mio surella cara
Quella ch’hè nata à tempu à mè
È sì di mè stai luntana
Seraghju sempre accant’à tè.

12 Der Geburtstag von Minetta

Für all die Jahre, die vergangen
Für deine Freuden, deinen Kummer
Für die Worte und die Taten
Für deinen Körper voller Leben

Refrain:
Und in liebem Angedenken
Das immer in meinem Herzen leuchtet
Wünsche ich dir jeden Augenblick
Ganz viel Freude, ganz viel Glück

Ich seh’ deine Augen an der Quelle
Und deine übergroße Liebe
Zu unserer heiligen Gottesmutter
Heute und für alle Zeit

Refrain

Du bist mir eine liebe Schwester
Wir kamen fast gleichzeitig auf die Welt
Du gehörst zu mir, verlasse mich nicht
Auch ich werde dir immer nahe sein

14 Caracolu di brame

D’un amore chì si cerca,
Ma chì s’imbriaca d’odiu
Quand’ogni fiume si assecca,
Sà e ferite tamante
Cù e carne negre è frante
L’altru hè visu di bambace
Chì face da mizianu
Trà u sonniu chì si face
E’u basgiu più grazianu
Sà e spere di l’attrachju
Quandi a pena face spachju
L’orma di l’omu s’avanza
A’u sugliare d’un mazzone,
Da ritruvà ogni stanza,
Poi leghje à bughjone.

14 Labyrinth der Begierden

Da ist die Leidenschaft, die sucht,
und sich am Hass vergiftet
Flüsse, die versiegen,
wenn die Ferne zu heulen beginnt
Finstere Schatten ziehen vorüber,
dunkle Körper, die zugrunde gehen
Doch da ist auch dies Antlitz,
in lächelnder Anmut
Es vermittelt Träume und Wunder
Schwelende Asche und feurige Glut
Es weiß von den Nächten voller Versprechen
Von heimlichen Treffen in Herrenhäusern
Von Umarmungen, wenn Sehnsüchte sich erfüllen
Und es lacht über ihr dunkles Labyrinth

15 Sumiglia

S’hè distesu ind’è l’aria un affannu di morte
E’sò fatti di marmaru i visi sott’à lu sole
Sò d’abissu i silenzii è in pulvina e fole
U mondu incrudelitu sbattutu hà e so porte

Caminerà ab’eternu issu stolu senza fine
Cù la to sipultura sdresgendu ogni bagliore
E’chì facia ruvidu u trimendu dulore
Chì rode u campà à iss’ore visparine

E’quandu in tempi à vene invichjarà u ricordu
Ogni palmu di sta terra si purterà à l’iglia
Un sonniu fattu veru chì in u intimu accordu
Di tè si n’avarà fida sumiglia.

15 Ebenbild

Die Luft ist stickig, angefüllt mit tödlicher Angst
Die Gesichter sind versteinert unterm Sonnenlicht
Abgrundtief ist das Schweigen, alles zerbricht
Die Welt schlug alle Türen des Lebens zu

Dieser Zug in die Ewigkeit niemals enden will
Deinen Sarg zu begraben trübt jegliches Licht
Da ist nur noch Schmerz, roher geht es nicht
Und es ist, als stünden alle Uhrzeiger still

Wenn eines Tages die Erinnerungen entschweben
Wird jede Krume dieser Erde mit sich tragen
Einen wahr gewordenen Traum, als dein Ebenbild
Auf dem deine Züge wieder leben