Tra Noi

Laurent | Suzan | Marilena | Gerda | Françoise | Elisabeth | Helen | Gabriele | dank | interview Tra Noi

Mit Tra Noi teilen wir unsere Liebe für A Filetta, unten stehend finden Sie, was einige A Filetta-Fans, die auf die eine oder andere Art mit Tra Noi verbunden sind, zu erzählen haben:

Issa lingua di i mei grazia à voi fù quella Chì incantava le sere di a mio zitellina Issa lingua di i mei grazia à voi fù bella Quarit'un'alba di maghju, un sfogu d'albaspina
Diese Sprache der Meinen war die, die dank euch, Die Abende meiner Kindheit verzauberte Diese Sprache der Meinen schien mir schöner, dank euch Als ein Morgenrot im Mai und ein Dornenhain in Blüte
Erste Strophe von Tra Noi (lesen Sie die vollständige Übersetzung) 

Tra Noi – Si di mè

Laurent
Laurent
Nach wiederholten Treffen mit den 7 Sängern und Valerie (nicht zu vergessen!!!) beeindrucken mich immer wieder ihre Bescheidenheit und Freundlichkeit, ihre herzlichen Umarmungen und ihre unersättliche Freude, auf andere zuzugehen. Die Welt von A Filetta setzt sich aus Begegnungen zusammen, die im Laufe der Zeit stattfinden. Sie lösen einander ab, unter der einzigen Bedingung, offen für andere zu bleiben. Im vergangenen Jahr hatte ich Gelegenheit, diesen Rhythmus in meinem täglichen Leben nachzuvollziehen, aber auch bei ihren Konzerten, an denen ich teilnahm. Dabei fiel mir auf, wie alle Fans, von unterschiedlichster Herkunft und Landeszugehörigkeit, offen füreinander waren und es auch voller Begeisterung und Fröhlichkeit zeigten … Liegt es am Phänomen „A Filetta“? Sicher kann ich es nicht bestätigen, aber der Gedanke lässt mich nicht los. Viele, die noch keine Gelegenheit hatten, einen ihrer Auftritte zu besuchen, werden mich kaum verstehen und eventuell für einen Phantasten halten … Egal! Diejenigen, die wissen, wovon ich spreche, stehen wahrscheinlich demnächst neben mir in der Warteschlange beim Konzert…Suzan
SuzanWenn ich an mein erstes A Filetta-Konzert zurückdenke, fühle ich mich leicht und froh, das allererste Kennenlernen war herrlich, das Gefühl lässt sich schwer beschreiben, aber es kommt am ehesten einer Verliebtheit nahe.
A Filetta ist gut für mein Herz, es macht sanft, es ist aufrecht. Ich kann ein Verlangen danach haben, die Musik hören und so gerührt sein, dass mir die Tränen kommen.
Wenn ich  A Filetta höre, macht mein Herz einen Sprung, und wenn ich den Gesängen richtig zuhöre, fühle ich, dass ich zu Hause bin.

Und dann Tra Noi: „Das ist so schön, das willst du teilen, das musst du teilen“. Das war unser Ausgangspunkt im Herbst 2007. Inzwischen teilen wir in vier Sprachen, Liedtexte, Fotos, Rezensionen usw… und wir teilen es mit vielen Menschen. Das beschränkt sich  nicht nur auf das Internet, bei Konzerten von A Filetta treffen wir Fans, und so gibt es rund um die Konzerte viele  gesellige Essen, hinterher ein Gläschen zusammen und Logierbesuch. Lange herzliche E-Mails hin und her, wobei es nicht einmal immer über A Filetta geht…
Freundschaften sind entstanden, unter uns, zwischen uns, Tra Noi!
Marilena
MarilenaBeim Stöbern nach korsischer Musik im Internet bin ich auf TRA NOI gestoßen, ganz durch Zufall. Ich hatte angefangen, korsisch zu lernen und war auf Materialsuche für meine Studien – und hier fand ich korsische Liedtexte mit Übersetzungen ins Niederländische! Nach einigen Lernfortschritten fand ich heraus, dass diese Übersetzungen, trotz ihrer poetischen Ausdruckskraft, nicht immer an die Aussage der Originalsprache herankamen, denn sie waren auf der Grundlage einer französischen Übersetzung angefertigt worden -die Übersetzung einer Übersetzung also. Ich schickte eine E-Mail mit einer Übersetzung von mir zum Testen an Suzan und so kamen wir ins Gespräch. Seitdem haben viele meiner Übersetzungen ihren Platz auf der Homepage von Susan und Laurent gefunden und wir unterhalten uns heute nicht mehr nur noch über A Filetta!

Meine Übersetzungen befinden sich im Aufbau, das sollte jeder wissen; ich lerne täglich dazu und überprüfe und korrigiere immer wieder an einigen Stellen. Ich versuche, mich so wenig wie möglich vom Ursprungstext zu entfernen und vermeide das Einstreuen eigener poetischer Formulierungen, es sei denn, es geschieht unbewusst. Im Laufe der Zeit möchte ich noch Erklärungen zu einigen Texten hinzufügen, dort wo sie Hinweise auf kulturelle Aspekte oder Traditionen der Insel geben können, die uns wahrscheinlich fremd sind.

Natürlich dringen die ausdrucksstarken Gesänge von A Filetta direkt ins Herz, ohne jegliche Erklärung. Und doch habe ich beim Hören und Übersetzen der Texte nicht nur viel über Korsika und seine Sprache gelernt, sondern auch erfahren, dass bestimmte Bereiche meiner selbst aufgeblüht sind, nachdem sie über viele Jahre abgeriegelt waren. Dazu gehört dieser Bereich, der erlaubt, unser Herz dem anderen zu öffnen, zu teilen, zu geben … Und schließlich dieser Bereich, in dem die Weisheit meines Vaters verschlossen war, der während des Ersten Weltkriegs geboren wurde und während es Zweiten an der niederländischen Widerstandsbewegung teilgenommen hatte, und starb, als ich 15 Jahre war … A Filetta drücken meiner Meinung nach sehr oft und sehr zutreffend alle Werte aus, für die sie gekämpft haben – und vor allem, dass es äußerst wichtig ist, nicht zu vergessen – sowohl das, was uns diese nicht so ferne Vergangenheit gelehrt hat (Meditate!) als auch die Weisheit all unserer Vorfahren (Ié, sò anticogna …!). Und all das, ohne jemals den Blick für die Gegenwart und die Zukunft zu verlieren …
Amicizia, Marilena “

Gerda
Gerda

Tra noi
a passione sparta
pè a vita in musica
di e sette omi,
è una donna…

Tra noi
l’estru d’accumpagnà
l’andati di e so voce
pèr cità è paesi,
è in mente…

Tra noi
u piacè, a gioia
di stà à sente i so canti
tra i sette
è tra u mondu…

Tra noi
a voglià di isse pagine,
di tramandà à voi
issu piacè, issa gioia,
cum’è l’estru è passione
in parulle, fiure
per « tutte » e lingue…
pè A FILETTA

cumè a filetta:

fibra pè fibra di a so terra ràdica
cù a so forza di u prufondu
à la filigrana

voce alzate di a terra
di u prufondu à l’alt’armunia
cù a richezza di purezza
chì ti parla à l’arechja, à a pelle
chì ti tocc’à u fondu di u to core

unità tralinta in puli-funia
chjama è carezza rispondenu à u mondu
sin’à l’orizonte, in meludie
chì ti guidanu

è ùn ti scurdà di a filetta
chì spuntà di a petra è di l’acqua
cu a speranza di a memoria
cum’e rifugiu pè oghje è dumane
è da ùn scurdàssi mai
di a filetta…

Zwischen uns
Passion, die wir teilen
für das Leben in Musik
von sieben Männern
und einer Frau…

Zwischen uns
Begeisterung, zu folgen
den Spuren ihrer Stimmen
durch Städte und Länder
und in Gedanken…

Zwischen uns
Vergnügen, ja Freude
ihren Liedern zu lauschen
unter sich, zu siebt
und mit der Welt…

Zwischen uns
der Wunsch, diese Seiten
an euch weiterzugeben
dieses Vergnügen, diese Freude,
die Begeisterung und Passion
in Wort, in Bild
in „allen“ Sprachen
für A FILETTA

Wie  der Farn (a filetta):

mit jeder Faser in der Erde verwurzelt
fest und stark, in ihrer Tiefe
bis zu den feinsten Spitzen

Stimmen, aus der Erde sich erhebend
aus ihrer Tiefe bis zur höchsten Harmonie
mit der Fülle des Reinen  
die in dein Ohr dringt, deine Haut berührt
die dich bis ins Herz ergreift

vollkommene Einheit in Poly-phonie
heftig und zart als Antwort auf die Welt
bis zum Horizont, in Melodien
die dich begleiten…

und vergiss nicht den Farn
der aus Stein und aus Wasser entsprießt
mit dem Hoffen der Erinnerung
wie eine Zuflucht für heute und morgen
um niemals zu vergessen
a filetta, den Farn


Françoise
Der “A Filetta-effekt”

In Calvi, bei den Rencontres Polyphoniques im September, hatte ich das Glück, Suzan und Laurent Lohez zu begegnen. Wieder einmal habe ich im Herzen der korsischen Zitadelle neue Bewunderer des Farns entdeckt, die ebenfalls, wenn es ihnen möglich ist, zu allen Orten reisen, wo die magischen Stimmen von A Filetta ihre Gesänge als Geschenk darbieten! Es ist nun einmal so: Überall gibt es Menschen, die nach diesem außergewöhnlichen Musikensemble verrückt sind! Das ist der A-Filetta-Effekt, diese unglaubliche Magie unwahrscheinlicher Begegnungen, freudiger und festlicher Wiedersehen, einfach nur dank ihrer Konzerte. Sie sind ein unvergleichlicher Katalysator von Freundschaften!
Tiefe Bindungen sind über die Grenzen hinweg entstanden, aber ohne A Filetta gäbe es das nicht. Frankreich, die Niederlande, Deutschland, England, auch woanders künftig, es ist ein Glück, das ständig voranschreitet.
Und, ein Wunder der modernen Zeiten, außerhalb der Treffen wird die Frustration, bei einer Vorstellung nicht dabei gewesen sein (ein wenig) abgemildert durch die Lektüre der Rezensionen, die wir gierig auf Tra Noi (und L’Invitu von Jean-Claude) verschlingen!
Unter dem freundschaftlichen Druck von Webmastern mit Überzeugungskraft kann niemand seinem Auftrag entkommen: immer wieder zu sagen, dass das Konzert, das wir verpasst haben – es ist verrückt –  das schönste war,  und dass man aber sehr wohl an uns gedacht hat!!!
Bis bald, meine lieben Freunde, der September naht, und ich freue mich darauf, euch in meine Arme zu schließen, ein Pietra zu trinken und dabei regionale Wurst- und Käsespezialitäten zu probieren, während wir auf das nächste Konzert des Abends warten!
Elisabeth
elisabethMeine erste Bekanntschaft mit A Filetta fand oben in der Zitadelle von Calvi statt, in der Kathedrale St. Jean-Baptiste, in der zweiten Septemberwoche 1995. Meine Mutter und ich hatten die allerletzten Karten für ein Konzert mit bulgarischer und korsischer Polyphonie ergattert, das im Rahmen des Festivals Rencontres de Chants Polyphoniques stattfand.

Nach zehn Jahren waren wir an den Ort zurückgekehrt, an dem ich als Kind elf Mal mit meiner Familie Ferien gemacht hatte. Obwohl ich im Voraus eine Enttäuschung befürchtete – in der  Erinnerung ist alles immer größer und schöner – war es keinesfalls enttäuschend, ja stärker noch, ich wurde bei den ersten Schritten auf korsischem Boden sogleich von dem überwältigenden Duft des Maquis ergriffen, fühlte mich augenblicklich zu Hause und war überzeugt, bald auf die Insel zurückzukehren, um sie ausführlich zu erkunden.

Als ich die Ankündigung der Rencontres und des Konzerts mit korsischer Musik sah, wurde ich neugierig, und wir beschlossen hinzugehen, ich wusste nicht, was uns erwarten würde.
Da wir als Letzte ankamen, hatten wir zwar keinen normalen Sitzplatz – wir saßen hinter einer Säule in einer Ecke auf dem Boden ohne Sicht auf die Bühne und die Auftretenden – aber umso weniger wurde unsere Aufmerksamkeit von der Musik abgelenkt. Als ich die ersten Klänge hörte, klappte meine Kinnlade herunter, sowohl die Sprache als auch die Art zu singen und die Musik waren für mich vollkommen neu, klangen gleichzeitig vertraut und schienen so selbstverständlich in diese Umgebung zu passen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Ich geriet in eine eigenartige und angenehme Art von Konzentration, vergaß die  steinharten Fliesen, auf denen wir saßen, wurde völlig mitgerissen in alle Ecken der Kirche. Am nächsten Morgen, es war der Tag unserer Abreise, sauste ich zum Plattengeschäft von Calvi, und nachdem ich erklärt hatte, was mir da Besonderes am Abend vorher oben auf der Zitadelle widerfahren war, bekam ich zwei CDs in die Hand gedrückt, Ab Eternu von A Filetta und Catena von Chjami Aghjalesi. Eine schöne Starterpackung. Zu Hause war dann Ab Eternu anfangs etwas enttäuschend, es war zwar eine schöne Erinnerung an den besonderen Abend, aber mein Zimmer ähnelte nicht im entferntesten der Kathedrale, die Musik kam aus einfachen Boxen, die Wirkung war deutlich geringer. Bis das letzte Lied auf der CD, Sumiglia, erklang. Wieder diese Wirkung: meine Kinnlade klappte herunter, es schlug wie eine Bombe ein.

In der Zwischenzeit gab es keinen Stillstand bei A Filetta, viele neue Musik ist dazugekommen, vor allem eigene Kreationen, viele besondere Kooperationen, die ich leider nicht alle habe live hören und sehen können. Aber dank Tra Noi wurde ich in den letzten Jahren über die wichtigsten Entwicklungen wunderbar auf dem Laufenden gehalten. Nach all diesen Jahren hält die Wirkung von A Filettas Musik immer noch unvermindert an, natürlich am stärksten bei Live-Aufführungen: ich werde ergriffen und mitgerissen, Verspannungen verschwinden aus meinem Körper, die Musik berührt mich und wirkt tröstend.Helen
HelenWeltraumfahrer
Durch die Musik kommen Ken und ich ans Reisen. Wir reisen durch die Welt, und wir reisen durch die Zeit – wir mögen unsere Musik jung und auch sehr alt.

Weltmusik und traditionelle Musik sind mir besonders wichtig. Ich fühle, dass sie uns hilft, zu verstehen woher wir kommen, indem sie eine Verbindung zu unserer Vergangenheit herstellt und uns so in die Gegenwart einführt. Aber ich glaube auch fest, dass Musik eine lebendige Ausdrucksform sein sollte, und dass „Roots Music“ sich zu einem Ausdruck unserer modernen Kultur entfalten und entwickeln sollte, sie sollte unser augenblickliches Hoffen und Sehnen darstellen und die Kreativität des „Jetzt“ ebenso wie die des „Damals“ widerspiegeln.

Als wir nach Korsika reisten, entdeckten wir, wie so viele vor uns, Musik, die all dies leistete, und die Herz und Seele dabei durchdrang. Wie die Anhänger von Tra Noi bereits wissen, schöpft die korsische Tradition aus einem tiefen Brunnen der Musikkultur, und sie bringt das Wesen der korsischen Seele zum Ausdruck, gleichzeitig offenbart sie damit viel von der korsischen Geschichte, Kultur, Gefühlswelt und Philosophie.

Die Musik A Filettas entspringt dieser Tradition, und sie erzählt uns beiden von Zeitlosigkeit, vom Mittelmeer, von Inseln, von Isolation und Eroberung, von Kirchen und Dörfern – eine musikalische Erfahrung, die Gänsehaut verursacht.

Aber A Filetta spricht mich auch an, weil sie sich nicht scheuen, ihre Modernität und ihre Zukunft  zu erkennen. Sie öffnen sich mit Begeisterung, Sympathie und Verständnis verschiedenen Kunstformen und unterschiedlichen Kulturen, und ihre Musik inspiriert uns nach wie vor, sie bewegt uns und spricht uns an. Sie ist für uns immer noch ein Bindeglied in die Vergangenheit, bringt uns aber auch voran und zeigt uns dabei, was augenblicklich unser Bestes ist, und was die Zukunft an Möglichkeiten bietet.

Es ist wie die beste aller Beziehungen, gleichzeitig erfüllend und fragend, tröstend und zugleich anregend. Bonne écoute.Gabriele
GabrieleA Filetta – viel mehr als nur Musik

MMai 2010. Es ist der letzte Abend unseres ersten Korsika-Urlaubs. Zwei Wochen lang hatten wir immer die gleichen Namen auf den Ankündigungen von Polyphoniekonzerten in Calvi gelesen und gedacht, das sind vielleicht Routine-Konzerte für Touristen. Doch plötzlich war noch ein kleines, unscheinbares Plakat aufgetaucht: „A Filetta“. Das könnte noch etwas Ursprüngliches sein, dachte ich. Welch glückliche Entscheidung! Es war ursprünglich, aber es war auch Weltklasse, es war höchste Gesangskunst, aber auch noch viel mehr als das!
Sieben Männer sangen konzentriert und a cappella Tonfolgen, die zunächst fremd in meinen Ohren klangen, und die doch so eindringlich und ans Herz gehend waren, dass ich oft die Augen schloss, um den Gesang voll auf mich wirken zu lassen. Fremdartig für mich war insbesondere die Paghjella, ungewohnt auf den ersten Blick auch die besonders ausdrucksstarke Mimik von Jean-Claude. Unglaublich eindrucksvoll für meine noch ungeübten Ohren aber war die Reinheit und Schönheit dieser Polyphonie. Und zutiefst berührt war ich vom Auftreten dieser Männer, die ruhig und bescheiden dastanden und sangen, nach innen lauschend, ihre Individualität in den Dienst des Ganzen stellend. Zwei Wochen lang hatten wir Korsika gesucht und stattdessen Frankreich gefunden. Hier, am letzten Abend, kam für mich Korsika zum Vorschein.
Zurück in Deutschland halfen mir per Internet bestellte CDs und DVDs von A Filetta, dieses Eintauchen in die korsische Kultur nachzuholen. Dabei erfasste ich immer mehr die elementare Schönheit dieser Musik. Inzwischen sind die CDs von A Filetta mein ständiger Begleiter. Mal bezaubert mich aufs Neue die farbige Musikalität von Sì di mè oder Don Juan, mal erfreue ich mich wieder an der so reichen polyphonen Stimmführung von  Stücken wie Benedictus, Sub Tuum oder Meditate, und mal tauche ich erneut ein in die Tiefen von Medea oder Di Corsica Riposu. Über die Musik hinaus bedeutet A Filetta für mich aber auch das Erlebnis einer ganz besonders tiefen Menschlichkeit, die durch Aufrichtigkeit und Bescheidenheit geprägt ist. Es gibt nichts Wertvolleres.
Dank…

Tra Wir von Tra Noi bedanken uns bei jedem, der zu dieser Website beigetragen hat, darüber hinaus danken wir den Personen, die uns mit ihren Übersetzungen, Berichten, Zeitungsartikeln, Fotos – und mit ihrer Leidenschaft:

Marilena Verheus, Jean-Claude en Anne-Marie Casanova, Gerda Kuhn, Cathy Rocchi, Sabine Grenard, Helen Neve en Ken Owen, Christina Kremer, Françoise Coulomb, Frans Dingemanse, Elisabeth Melchior, Ursula Gloeckner, Gabriele Mertens, Ep Meijer, Martijn la Feber, Jean-Luc Geronimi, José Filippi, Ceccè Acquaviva.

Ein großes Dankeschön an Valérie Salducci!
Unser besonderer Dank geht an:

 

A Filetta©didier.d.daarwinStéphane, Maxime, Jean, Paul, François und Jean-Claude
den Menschen, denen diese Homepage gewidmet ist

Interview mit Tra Noi April 2011

Ein Interview mit Tra Noi, wir wussten nicht so recht, wie uns geschah, denn dieses Mal waren nicht wir es, die die Fragen stellten, sondern sie wurden uns gestellt.
André Carli von “Le Blog officiel de l´association Actualité Corse de la Précarité” war es, der uns über unsere A Filetta-Passion befragte.

Erzählen Sie uns bitte etwas mehr über Ihre Begeisterung für “A Filetta, wie ist diese Leidenschaft für die Gruppe bei Ihnen entstanden?
Suzan: Mit Freunden, die seit langem schon Fans von A Filetta waren, sind wir nach Paris gefahren, weil wir diese Korsen endlich selbst erleben wollten.
Laurent: Das Ziel der Reise war A Filetta, Paris war eine erfreuliche Zugabe.
Suzan: Was dann geschah… in diesem Konzertsaal: diese sieben Männer eroberten mein  Herz, sofort! Die Sprache, in der sie sangen, kannte ich nicht, daran konnte ich nichts ändern, aber auf die eine oder andere Weise verstand ich genau, was sie sangen.
Laurent: Ich war völlig überrascht von der Stille, die in diesem Raum herrschte; so etwas hatte ich vorher noch nie erlebt, etwas so Bescheidenes, so Schönes. Ihre Musik auf der Bühne berührte mich sehr, und am Ende des Konzerts wollten wir sie sehen, mit ihnen sprechen.
Suzan: Laurent ging entschlossen auf eine Tür zu, die offen schien, und plötzlich befanden wir uns hinter der Kulissen; die Sänger waren ziemlich überrascht, aber mehr noch, als sie erfuhren, dass wir aus den Niederlanden gekommen waren, um ihr Konzert in Paris zu besuchen…
Laurent: Und das war es, was unsere Begeisterung, unsere Leidenschaft auslöste, die Sänger mit ihrer klar vermittelten Botschaft auf der Bühne zu sehen, und dann hinter den Kulissen derart natürlich und warmherzig, so als wären wir mit offenen Armen erwartet worden.
Suzan: Nach Paris war ich verliebt, verliebt in A Filetta, in ihre Musik, in Korsika (wo ich noch nie war), ich kann es nicht erklären, aber das war es, ist es, was ich fühle.
Und was mich manchmal dazu bringt, sie “meine 7 Engel” zu nennen!

Was brachte sie auf die Idee, der Gruppe eine Website zu widmen?
Laurent: Das Konzerterlebnis war so beeindruckend, es war so schön, dass wir es teilen wollten, wir konnten es nicht für uns behalten.
Suzan: Es gab auf Französisch schon Seiten über A Filetta im Internet, aber nichts in Niederländisch, und da sie im gleichen Jahr (2007) in die Niederlande reisen wollten, war das die Gelegenheit, eine Website zu erstellen, wir konnten einfach nicht anders.
Laurent: Keiner von uns hatte eine Ahnung davon, wie man eine Homepage erstellt… also haben wir uns damit beschäftigt, eine gigantische Aufgabe, zuerst durch das Sammeln von Informationen, aber vor allem durch die Übersetzungen, und da ich der einzige Franzose dieses “Unternehmens” bin, habe ich mir die ganzen Übersetzungsarbeiten vorgenommen.
Suzan: Die erste Version dieser Website enthielt nur sechs Seiten; vielleicht ist es interessant zu wissen, dass wir heute 408 Seiten vorstellen können, und weiter wachsen werden…

Haben Sie seit der Gründung dieser Webseite Echos oder Feedbacks seitens der Gruppe oder aus ihrem Umfeld erhalten?
Laurent: Natürlich, von Anfang an, wir sind regelmäßig in Kontakt, und wir haben eine Menge an Informationen und Bildermaterial erhalten.
Suzan: Anlässlich der Konzerte in den Niederlanden gab uns die Gruppe ein Interview, wir waren auch eingeladen, mit ihnen zu essen, an den Sound-Checks teilzunehmen. Und während des Konzerts war ich sehr stolz, als Laurent die Ansagen von Jean-Claude Acquaviva (in korsisch und in französisch) für das Publikum übersetzen konnte.
Laurent: Wir kontaktieren uns regelmäßig; natürlich sind wir immer neugierig, die aktuellsten Informationen zu erhalten. Und bei einem Konzert ist immer Zeit für eine Umarmung und ein Gespräch.

Wann gibt es die deutsche Version der Website?
Laurent: Diese Frage muss der Webmaster beantworten!
Suzan: Hmm, das ist streng geheim ;-)! Aber ich kann trotzdem verraten, dass sich die deutsche Version kurz vor der Fertigstellung befindet.

Wie sind Sie darauf gekommen, diese Webseite „Tra Noi“ zu nennen?
Suzan: Laurent hatte die Idee, denn wir wollten den Titel eines Liedes von A Filetta als Namen.
Laurent: Es ist die doppelte Bedeutung von Tra Noi, die mich auf den Gedanken brachte. Wir betrachten Tra Noi als „unter uns“, im Verständnis der gemeinsamen Arbeit an einer Homepage. Aber darin enthalten ist auch, im wörtlichen Sinne, das, was sich zwischen uns, zwischen Korsika und den Niederlanden ereignet.
Darüber hinaus ist Tra Noi der Titel eines wunderschönen Liedes aus dem Album SI DI MÈ,  das wir bei unserer ersten Begegnung in Paris gehört haben.

Wie viele Konzerte der Gruppe haben Sie besucht?
Laurent: Unsere vier Hände haben wahrscheinlich nicht genügend Finger, um alle Aufführungen zu zählen …
Suzan: Ich habe sie nie gezählt, aber wir sind nach Paris gefahren, wir haben unseren Urlaub darauf abgestimmt, sie in Lörrach (Deutschland) zu sehen, wir waren in Düsseldorf, nahmen den Zug nach London, und versuchen, jedes Jahr bei den Rencontres Polyphoniques in Calvi dabei zu sein… Auf alle Fälle können wir in diesem Monat 6 weitere Konzerte in unsere Liste eintragen, im Hinblick auf diese besondere Zusammenarbeit zwischen A Filetta und dem Nederlands Blazers Ensemble (Niederländisches Bläser Ensemble)!

Und als letzte Frage: Was möchten Sie den anderen Fans der Band gern mitteilen, die Sie vielleicht lesen werden… ?
Suzan: Wir teilen mit ihnen, so wie wir es immer tun: Zögern Sie nicht, nehmen Sie Kontakt mit uns auf bzgl. einer Frage oder einer Idee; ich freue mich über begeisterte Emails der Besucher von Tra Noi, die wir regelmäßig erhalten. Sowohl Laurent als auch ich sind berufstätig und die Webseite ist unser Hobby, unsere Passion, um A Filetta mit der ganzen Welt zu teilen!
Laurent: Ich sage nur einfach: Sehen, hören, lesen und genießen!